Zum Nachdenken: Offener Brief an den Bundesgesundheitsminister...

Veröffentlicht am 11.06.2012 in Bundespolitik

Lieber Herr Minister Daniel Bahr,
ich schreibe Ihnen einen Brief über den Sie sich freuen, denn so richtig glücklich dürften Sie derzeit nicht sein, wo doch so viele ihre Idee ablehnen.

Ich finde die Idee Klasse, weil ich es mir leisten kann 10 € monatlich in eine Pflegeversicherung einzuzahlen und zusätzlich noch 5 € vom Staat mitzunehmen.
Falls ich dann in 5 Jahren pflegebedürftig bin, zahlt die Versicherung dann für meine Pflege- also ein bisschen.
Bei 5 Jahren monatlich 15 € habe ich bis dahin 900 € eingezahlt. Eineinhalb Beitragsgelder gehen üblicherweise an Provision des Versicherungsvertreters ab. Verbleibt auf meinem Konto ein Guthaben von 630 €. Verzinst über 5 Jahre verbleiben großzügig gerechnet 650 €. Davon kann mir meine Versicherung einige Tage im Pflegeheim mitfinanzieren und mein Vermögen für die Erben schonen.

Blöd für die, die wirklich eine Pflegeversicherung brauchen, also die Alten und Armen. Die Alten haben keine Zeit mehr so viel in die Versicherung einzubezahlen, dass sie später noch etwas davon haben und die Armen haben kein Geld übrig, um so eine Versicherung überhaupt bezahlen zu können.

Die Segnungen ihrer Versicherung kommen also den Leuten zugute, die sich es wirklich leisten können. Bezahlt wird ihre Idee von der Gemeinschaft der Steuerzahler, also auch von den Geringverdienern, wenn sie Steuern zahlen.
Das ist Sozialpolitik mal andersherum: Nicht die Starken mildern die Lasten der Schwachen, sondern die Schwachen helfen mit, das Vermögen und die Erbmasse der Starken zu sichern.

Lieber Herr Minister Bahr lassen Sie sich nicht vom Geschrei der Sozialdemokraten und der Sozialverbände beeindrucken. Bleiben Sie standhaft.

Schwierig natürlich wenn ein liberaler jugendlicher Heißsporn sich an die Grundsätze der FDP erinnert: Also Subventionsabbau und möglichst wenig staatliche Lenkung und Sie, Herr Bahr, wegen Verstoßes gegen diese Grundsätze
aus ihrer Partei ausschließen will.
Aber dann können Sie sicher noch bei einer Versicherung unterschlüpfen, nachdem Sie mit der staatlichen Förderung der Privaten Pflegeversicherung so viel für die Branche getan haben.

Herzliche Grüße
Ihr Fan SN

 

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MdB Dr. Dorothee Schlegel

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