SPD/Freie-Bürger waren vor Ort in Sachsenflur

Veröffentlicht am 20.05.2014 in Kommunalpolitik

An der Treppe zum Rathaus empfing Ortsvorsteher Stephan Wiltschek die Mitglieder des Wahlkampfteams von SPD-Freien Bürger. Neben Anja Günther, Michael Jouaux, Walter Hoferichter, Siegfried Neumann komplettierte Jörg Aeckerle die kommunale Task Force zum Aufspüren kommunalpolitischer Probleme in den Stadtteilen. 

 

In einem kurzen Überblick begründete der Ortsvorsteher noch einmal einige wichtige Forderungen des Ortschaftsrates für die Haushaltsberatungen 2014: Neben der Ertüchtigung des Radweges in Richtung Königshofen stand vor allem die Sanierung der Schlößleinsgasse mit Maßnahmen des Hochwasserschutzes auf der Agenda. Eine Forderung die nach Auffassung der anwesenden Kommunalpolitiker Sinn macht, wenn man davon ausgeht, dass die lokalen Unwetter auf Grund des Klimawandels stark zunehmen werden.

 

Erhard Bierig, ehemaliger Ortsvorsteher, und Günter Klemenz, ehemaliger Stadtrat aus Sachsenflur schlossen sich spontan der Gruppe an und zeigten schonungslos am Beispiel der Unteren Gasse den städtebaulichen Verfall wenn dörfliche Infrastruktur verkommt weil Zufahrten vergammeln und alte Häuser dem Verfall preis gegeben werden nur weil man sich bei einem Verkauf ein übertrieben hohen Verkaufspreis erwartet. Stadtrat Jörg Aeckerle verwies in diesem Zusammenhang noch einmal auf das vom Gemeinderat beschlossene „ städtische Förderprogramm Innenentwicklung vor Außenentwicklung, das im Januar dieses Jahres im Rahmen eines Landesprogrammes aufgelegt wurde, und ab sofort den Abbruch von Altgebäuden und anschließendem Neubau mit 35 % oder die Neugestaltung nur als Grünfläche mit 25 % fördert.“ „Angesichts der immer knapper werdenden Bauplätze vor allem in den dörflichen Stadtteilen halten wir diese Strategie der Innenentwicklung für zielführend wie man auch am Beispiel Heckfeld sehen kann,“ so Michael Jouaux. Anja Günther forderte die kommunalpolitischen Entscheidungsträger in Lauda-Königshofen dieses in vielfältiger Weise nachhaltige städtische Förderprogramm und dessen Vorteile noch offensiver in der Öffentlichkeit zu diskutieren und bekannt zu machen.

 

In der sich anschließenden Diskussion im Rathaus, gab der Vorsitzende SPD-FB-Fraktion Siegfried Neumann einen kurzen Überblick über die insgesamt sehr konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den Fraktionen untereinander. Auch bei kritischer Betrachtung können sich die Ergebnisse der jetzt zu Ende gehenden Sitzungsperiode von Kreistag und Gemeinderat wahrhaft sehen lassen: Folgende Beispiele stehen für weit in Zukunft reichende Beschlüsse: Erhalt unserer eigenen Wasserversorgung, zukunftsfähige Schulen, Stadtwerksgründung, Städtebauliche Weiterentwicklung der Tauberstraße und Konversion des Bahngeländes, Gewerbegebiet Becksteiner Weg, Pflegeheim in Königshofen usw.

 

Die ehemaligen Stadträte Günter Klemenz und Ewald Balbach begrüßten übereinstimmend das gute Diskussionsklima im Gemeinderat. „Zu unserer Zeit, so Ewald Balbach war man sehr viel stärker auf die Meinung in den einzelnen Fraktionen festgelegt.“ Auch Manfred Hohl als ehemaliger Ortsvorsteher warnte davor, sich zu sehr in kommunalpolitische Grabenkämpfe zu verstricken, wir brauchen zukunftsorientierte Lösungen wie beispielsweise den Erhalt unserer eigenen Wasserversorgung, oder den Ausbau unserer Straßen und das gelingt nur gemeinsam.“

 

Ein ganz neuer Themenkomplex, nämlich die Erhaltung unserer Wälder brachte Kurt Meyer in die bisherige kommunalpolitische Diskussion. Er verwies au seinen Leserbrief und kritisierte nachdrücklich die zunehmende Abholzung der heimischen Wälder als Verstoß gegen die Interessen kommender Generationen. „Diese Art von Forstwirtschaft ist nicht nur ein Raubbau an unseren Wäldern und an der Natur, sondern auch eine nachhaltige materielle Schädigung unserer Nachkommen,“ so Meyer. Weite Teile der Bevölkerung sehen die von unseren Experten vorgegebene Losung, wonach der „wirtschaftliche Nutzen des Waldes und die Bedeutung für die Umwelt gleichrangig sind“ skeptisch. Zu massiv erscheint vielen der Holzeinschlag in unserer Gemarkung. Deshalb, so Meyer weiter, fordere ich Sie im Falle ihrer Wahl auf, die Forstwirtschaftspläne zukünftig kritisch zu hinterfragen und bei mangelnder Plausibilität abzulehnen.“

 

Walter Hoferichter, sah in der heutigen Form der Waldbewirtschaftung ein eindeutigen Paradigmenwechsel im Gegensatz zu früher, bezweifelte aber nachdrücklich ob die betriebswirtschaftliche Ergebnisorientierung der Holzwirtschaft mit der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes tatsächlich vereinbar ist.

 

Im Beisein von zwei ehemaligen Stadträten und zwei ehemaligen Ortsvorstehern, sowie der interessierten Bürgerschaft, gab es weitere Diskussionsthemen, über die Haushaltspolitik in Stadt und Kreis, die Inklusion und Bildung.

 

In einem kurzen Schlusswort bedankte sich Versammlungsleiter Siegfried Neumann bei Herrn Wiltschek für die Führung und bei den Diskussionsteilnehmern für eine hoch interessante Diskussion.

 

Siegfried Neumann

 

 

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MdB Dr. Dorothee Schlegel

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